Gemeinde Westendorf

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Den Schritt ins Ungewisse gewagt und überrascht über die breite Themenvielfalt

Im Interview (11/2015):
Bürgermeister Steffen Richter ist gebürtiger Berliner. Manchmal erinnert er sich gerade in seinem Büro an seine Heimat, der er vor über 15 Jahren den Rücken gekehrt hat.

Bürgermeister Steffen Richter
Bürgermeister Steffen Richter

Herr Richter, seit Ihrem Amtsantritt im Jahr 2014 waren die Worte „Unsere Internetseite wird gerade überarbeitet“ in roten Buchstaben zu lesen. Warum?
Steffen Richter: Ich persönlich habe mich auf der Internetseite der Gemeinde nicht wiedergefunden und es war für mich keine Option, einfach nur mein Konterfei auszutauschen und meinen Namen darunter zu setzen. Anfangs war ich guter Dinge, so schnell wie möglich eine neue Homepage initiieren zu können, doch andere Sachen erforderten sehr viel Zeit.

Und welche waren das?
Steffen Richter: Insbesondere Bauthemen wie das Gewerbegebiet, das Neubaugebiet „Am Kornfeld“, das Projekt Multifunktionsplatz als ein Teil der Dorferneuerung sowie die Sanierungen in der Schule, die aufgrund eines Wasserschadens nötig waren.

Und wie liefen Ihnen diese Themen über den Weg?
Steffen Richter: Viele Projekte wurden bereits initiiert und stehen nun zur Umsetzung an. Zudem ist meine Bürotür stets offen, außer es ist gerade Bürgersprechstunde bei der die Westendorfer Bürgerschaft die Möglichkeit hat, mir ihre Anliegen vorzubringen. In den letzten eineinhalb Jahren ist davon rege Gebrauch gemacht worden, so dass damit auch weitere Themen an mich herangetragen wurden.

Hatten Sie sich das vor Ihrem Amtsantritt so vorgestellt?
Steffen Richter: Nein. Ich bin in der Gutgläubigkeit angetreten, dass es sich um einen Halbtagsjob handelt. Im Grunde genommen aber handelt es sich aber um eineinhalb Vollzeitstellen, zählt man die vielen Abendveranstaltungen hinzu. In Folge dessen musste ich meine Stundenanzahl als Kommunaler Jugendpfleger im Landratsamt Augsburg nochmals reduzieren, um allen Themen in Westendorf Herr zu werden.

Und das sind die eingangs genannten und noch viele weitere?
Steffen Richter: Ja richtig. Der Hochwasserschutz, die Breitbandförderung, Großveranstaltungen wie die Primiz und viele Themen, die vorgetragen wurden und Gehör fanden, stehen jetzt auf meiner To-do-Liste.

Können Sie denn sagen, was Ihr bisher bester Tag als Bürgermeister war?
Steffen Richter: Eigentlich gab es zwei beste Tage. Ich bekam von einem frischvermählten Ehepaar ein wirklich positives Feedback zu einer meiner ersten Traureden. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Die Besiegelung des Kaufvertrags des Dorfladens war ein ebenso guter Tag, denn damit konnte etwas Bleibendes für die Gemeinde erworben werden, was zudem ein sehr großes innerörtliches Entwicklungspotential birgt.

Gehen Sie denn eher als Privatperson oder als Bürgermeister durchs Dorf?
Steffen Richter: Ich sehe den Ort jetzt durch eine andere Brille und radle wachsamer durchs Dorf. Zudem wird auch so mancher Dienstgang als privater Spaziergang getarnt.

Haben Sie denn einen Lieblingsort in Westendorf?
Steffen Richter: Ja, mein Büro an den Wochenende. Dort habe ich meinen Bereich, kann arbeiten und meistens läuft auch ein Berliner Radiosender, der mich an die Heimat erinnert. Zudem bin ich gerne im Biergarten beim Schmidbaur.

Würden Sie denn wieder als Bürgermeister kandidieren?
Steffen Richter: Das werde ich dann entscheiden, wenn es soweit ist. Bei meiner ersten Wahl hat mich Oliver Schneider gefragt, ob ich Bürgermeister des Ortes werden würde. Ich konnte meine Bedingungen stellen und habe letztlich auch zugestimmt. Über eine nächste Kandidatur habe ich noch nicht nachgedacht. Mir ist es wichtig, mir meine Unabhängigkeit zu bewahren und nicht jetzt schon zu sagen, dass ich weitermachen möchte. Die Vernunftseite in mir sagt jedoch, dass ich eine zweite Amtsperiode brauchen werde, um selbst mitzugestalten, da aktuell noch viele offene Projekte abzuarbeiten sind.

Was macht Westendorf für Sie liebens- und lebenswert?
Steffen Richter: Um ehrlich zu sein, wird der Ort für mich von Tag zu Tag liebenswerter. Ich schätze den dörflichen Charakter, der sich für mich durch den Zusammenhalt der Bürger auszeichnet. Blickt man auf die Aktionen im Ort, kann ich nur den Hut ziehen, denn die Ortsvereine leisten hier Großes.

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