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In der Arbeit mit Menschen mit Behinderung ist er schon lange nicht mehr "branchenfremd"

Im Interview (10/2020): Thomas Weishaupt hat es bereits zum zweiten Mal in den Westendorfer Gemeinderat geschafft. Weil die Freien Wähler bereits einige Ideen zur Behinderten- und Seniorenarbeit im Ort hatten und weil der Vater zweier KInder bereits seit 14 Jahren in der Arbeit mit Menschen mit Handicap aktiv ist, übernahm der Gemeinderat auch den Posten des Senioren- und Behindertenbeauftragen.

 

Herr Weishaupt, welche Ideen standen auf der Liste der Freien Wähler?
Thomas Weishaupt:Wir möchten das Angebot haushaltsnaher Dienstleistungen, wie etwa einen Einkaufsdienst für Senioren, stärker im Ort vertreten wissen. Zudem liegt mir viel daran, bei Umbaumaßnahmen an Menschen mit Handicap und an Senioren zu denken. So sollte es – wenn beispielsweise der Umbau der Dorfmitte ansteht – Wohnraum geben, der für Senioren gut geeignet ist. Kleine, barrierefreie Wohnungen könnten ihnen ermöglichen, im Ort zu bleiben – und zwar nicht allein in einem riesengroßen Haus, sondern in einer pflegeleichteren Umgebung, in der sie beispielsweise zusätzlich vom Sozialdienst unterstützt werden.

Gibt es denn Ansätze, die für Senioren und Menschen mit Handicap gleichermaßen wichtig sind?
Thomas Weishaupt: Grundsätzlich ist es wichtig, auf Barrierefreiheit zu achten. So ist es zum Beispiel in unserem Rathaus – so wie es jetzt ist – für Menschen mit Gehbehinderung unmöglich, in die Bürgersprechstunde, in eine Sitzung des Gemeinderats oder zu einer Trauung zu kommen, da das Rathaus nicht barrierefrei zugänglich ist.

Das heißt, dass es sowohl für Senioren als auch für Menschen mit Behinderung bereits Ideen Ihrerseits gibt, die nur darauf warten, umgesetzt oder angestoßen zu werden?
Thomas Weishaupt: Sicher. Einige sogar. Der Umgang mit Menschen mit Behinderung ist mir bereits durch meine ehrenamtliche Tätigkeit beim Mix Team des Bayerischen Roten Kreuzes geläufig. Seit 20 Jahren bin ich beim BRK aktiv. Seit 14 Jahren bin ich Leiter und erster Vorsitzender des Mix Teams in Meitingen. Dahinter verbirgt sich ein regionales Angebot, das sich an Menschen mit Handicap richtet. Für diese Menschen bieten wir, meine Frau und ich, Freizeitaktivitäten vom Faschingsball über Ausflüge bis hin zu Bastelnachmittagen. Auch meine zwei Kinder sind mit dabei, wenn wir etwas gemeinsam unternehmen.

Das heißt, dass zumindest hier das Ehrenamt keine Familienzeit raubt. Der Job aber schon, oder?
Thomas Weishaupt:Sicherlich bin ich als technischer Vorstand der Sewobe AG, einem IT-Unternehmen, das im deutschsprachigen Raum aktiv ist, beruflich gefordert. Aber da sich das Ehrenamt beim BRK mit der Familie vereinbaren lässt, ist meine Frau „nur“ dann zusätzlich gefordert, wenn es um die neue Aufgabe als Senioren- und Behindertenbeauftragter ist.

Viel Neues gibt es für Sie zumindest in der Funktion als Behindertenbeauftragter sicherlich nicht, oder doch?
Thomas Weishaupt: Nein. Hier bin ich nach 14 Jahren beim Mix Team sicherlich nicht mehr branchenfremd. In diesem Bereich geht es mir vor allem darum, Angebote publik und präsent zu machen. Das Meitinger Mix Team ist nicht so weit weg, warum sollte es nicht auch für Westendorfer interessant sein?

Und das Seniorenthema ist komplettes Neuland für Sie?
Thomas Weishaupt: Ja. Hier muss ich erst Bezüge herstellen. Aktuell gibt es im Ort nur das Angebot des Katholischen Deutschen Frauenbunds. Sie veranstalten regelmäßig einen Seniorennachmittag. Zudem kann ich die zahlreichen Ideen nutzen, die wir im Wahlprogramm der Freien Wähler hatten. So kann ich viel für Senioren und Menschen mit Handicap im Ort erreichen.

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