2026 erhielt Maria Wiedemann die Westendorfer Perle in Silber
Für jahrzehntelanges, herausragendes Engagement in Kommunalpolitik, Vereinen und Nachbarschaft wurde Maria Wiedemann die Westendorfer Perle in Silber verliehen.
Eine „Silberne Perle“, die im Herzen wie Gold glänzt: Auszeichnung für Maria Wiedemann
Es gibt Menschen, deren Wirken eine ganze Gemeinde über Jahrzehnte hinweg prägt, verbindet und bereichert. Maria Wiedemann ist zweifellos eine solche Persönlichkeit. Für ihren beispielhaften Einsatz im Gemeinderat, im Vereinsleben, in der Kirchengemeinschaft sowie in ihrer Nachbarschaft wurde ihr nun die Westendorfer Perle in Silber verliehen.
Pionierin in der Kommunalpolitik
Gemäß der Ehrensatzung kommen Bürgerinnen und Bürger für die Silberne Perle in Betracht, die sich mindestens 18 Jahre lang ehrenamtlich im Gemeinderat engagiert haben. Maria Wiedemann erfüllt diese Voraussetzung punktgenau: Von 1990 bis 2008 vertrat sie in drei Legislaturperioden verlässlich die Belange der Bürgerinnen und Bürger. In den Jahren 1996 und 1997 bekleidete sie zudem das Amt der Zweiten Bürgermeisterin.
Doch hinter den bloßen Zahlen verbirgt sich eine historische Besonderheit: Gemeinsam mit Altbürgermeisterin Henriette Kirst-Kopp war Maria Wiedemann die allererste Frau in diesem Gremium. Damit leistete sie echte Pionierarbeit für Westendorf und ebnete den Weg für das politische Engagement von Frauen in unserer Gemeinde.
Herzblut für die Kirchengemeinschaft: die Gründung des Frauenbundes
Wie tief verwurzelt Maria Wiedemann im Vereins- und Gemeindeleben ist, zeigte auch der feierliche Rahmen der Verleihung: Gleich zwei Fahnenabordnungen erwiesen ihr die Ehre. Eines ihrer Vereinsherzen schlägt für den Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) Zweigverein Westendorf.
Diesen rief sie im Mai 1982 auf Wunsch des damaligen Pfarrers und heutigen Ehrenbürgers Monsignore Karl Kraus ins Leben. Bereits am Gründungsabend traten 52 Frauen spontan bei. Von 1982 bis 1994 führte Maria Wiedemann den Zweigverein als Erste Vorsitzende an und schuf Initiativen, die heute feste Säulen der Dorfgemeinschaft sind, wie etwa
- den Frauensingkreis – entstanden direkt aus den Reihen des Frauenbundes.
- den Weihnachtsbasar – seit 1982 vom Frauenbund organisiert. Die Erlöse kommen bis heute ausnahmslos karitativen und sozialen Zwecken zugutekommen.
- das Straßenfest – 1983 durch Maria Wiedemann und den Frauenbund initiiert, ehe es später von der Pfarrei übernommen wurde.
Ihre Tatkraft reichte weit über die Gemeindegrenzen hinaus: Acht Jahre war sie Teil der Diözesan-Vorstandschaft (1990–2007), engagierte sich als Delegierte der Landfrauen (2014–2018) und blieb der Vorstandschaft noch weitere acht Jahre als Beisitzerin erhalten (2014–2022). Für diesen außerordentlichen Einsatz wurde sie bereits 2020 zum Ehrenmitglied des Frauenbundes ernannt.
Motor, Herz und Seele des VfL Westendorf
Das zweite Vereinsherz schlägt für den VfL Westendorf. Auch hier ist Maria Wiedemann weit mehr als nur ein Mitglied – sie ist Motor, Taktgeberin sowie Herz und Seele des Vereins. Während der Schwerpunkt im Sportverein naturgemäß oft auf der sportlichen Organisation liegt, verlor Maria Wiedemann nie das große Ganze aus den Augen.
„Dein Fokus war immer, den Verein in der Dorfgemeinschaft sichtbar zu machen und für seine Mitglieder nahbar und ansprechbar zu sein. Alle wissen: Wenn es dich nicht gäbe, hätte der VfL kein solch gutes Ansehen im Ort.“
Neben 12 Jahren in der Vorstandschaft fungiert sie als Ehrenamtsbeauftragte, organisiert die Fahnenabordnung, wirkt im Bau- sowie Festausschuss mit und leistet unzählige Stunden im Bewirtungsdienst des Sportheims. Besonders am Herzen liegt ihr zudem ein würdevolles Gedenken: Mit großer Empathie sorgt sie dafür, dass den verstorbenen Vereinsmitgliedern stets ein ehrendes Andenken bewahrt wird.
Stilles soziales Wirken im Alltag
Neben all den offiziellen Funktionen und Ehrenämtern glänzt Maria Wiedemann durch ein zutiefst menschliches, stilles Engagement: die Fürsorge in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Abseits des Rampenlichts sorgt sie dafür, dass ältere oder hilfsbedürftige Mitmenschen Struktur, Versorgung und Begleitung erhalten. Ob Einkäufe, Fahrten zum Arzt oder frisch gekochte Mahlzeiten – immer wieder stellt sie eigene Pläne zurück, um für andere da zu sein.
Eine silberne Perle als „goldene Mitte“
Als sie erfuhr, dass sie für eine gemeindliche Ehrung nominiert sei, reagierte Maria Wiedemann in ihrer gewohnt bescheidenen Art: „Wieso ich? Das möchte ich nicht!“ Doch die Gemeinde Westendorf wollte dieses Lebenswerk keinesfalls ungewürdigt lassen.
Auch wenn die Satzung für ein 18-jähriges Ratsengagement formal die Silberne Perle vorsieht, steht für die Verantwortlichen und die Bürgerschaft fest: Gemessen an der sozialen Kraft, dem Herzblut und der Beharrlichkeit, mit der Maria Wiedemann unser Dorf gestaltet hat, ist ihr Wirken schlichtweg Gold wert.
Die Gemeinde Westendorf gratuliert Maria Wiedemann von ganzem Herzen zu dieser hochverdienten Auszeichnung und dankt ihr für ihren beispielhaften, unermüdlichen Einsatz zum Wohle unserer Dorfgemeinschaft!


