2026 wurde William Farquhar mit der Westendorfer Perle in Gold ausgezeichnet
Es gibt Momente, in denen die Geschichte einer Gemeinde nicht nur auf Papier niedergeschrieben, sondern im wahrsten Sinne des Wortes greifbar wird. Bei der jüngsten Ehrung stand ein Mann im Mittelpunkt, dessen wachsamer Blick auf den Heimatboden die Vergangenheit Westendorfs ans Licht gebracht hat – dafür wurde William Farquhar nun mit der Westendorfer Perle in Gold ausgezeichnet.
Einblicke in die Erdgeschichte und ein glänzender Fund
Für die Gemeinde Westendorf war der Zuzug von William Farquhar aus Königsbrunn ein echter Glücksfall. Obwohl sein Name für viele Bürgerinnen und Bürger auf den ersten Blick überraschend unter den Geehrten auftauchen mag, gehört er überregional zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Gemeinde – eine Expertise, die ihm in Fachkreisen höchsten Respekt einbringt.
Doppelter Grund zur Freude: die Chronik und die Schätze des Lechtals
Dass William Farquhar die goldene Ehrennadel überreicht wurde, hat gleich zwei herausragende Gründe:
- Engagement für die Ortschronik: Als Mitglied des elfköpfigen Rechercheteams der Chronisten investierte er über zwei intensive Jahre hinweg sein Wissen in die zweibändige Chronik. Er zeichnet maßgeblich für das Auftaktkapitel über die Funde der Vor- und Frühzeit verantwortlich.
- Herausragende Einzelleistungen in der Archäologie: Neben der Chronik-Arbeit ist die Archäologie William Farquhars große Lebensleidenschaft. Seine unermüdliche ehrenamtliche Suche nach Bodendenkmälern hat entscheidend dazu beigetragen, die Besiedlungsgeschichte im nördlichen Lechtal entlang der Schmutter über verschiedenste Epochen hinweg lückenlos zu dokumentieren.
„Zahlreiche archäologische Fundstücke sind das Ergebnis seiner unermüdlichen Arbeit. Das Besondere daran: Er richtete einfach stets den aufmerksamen Blick nach unten auf den Boden.“
Der Fund, der Geschichte schrieb: die römische Mosaikperle
Unter den Fundstücken, die William Farquhar auf den Fluren von Westendorf entdeckte, ragt ein ganz besonderer Schatz heraus: ein äußerst seltenes römisches Schmuckstück – eine kunstvoll gearbeitete Mosaikperle.
Dieser einzigartige Fund war keineswegs nur ein wissenschaftlicher Erfolg, sondern inspirierte die Gemeinde Westendorf dazu, eine ganz eigene, ehranerkennende Auszeichnung ins Leben zu rufen: Die Westendorfer Perle nimmt direkt Bezug auf William Farquhars historischen Fund. Damit schließt sich ein eindrucksvoller Kreis.
Vielfach gewürdigt – Zweiter Eintrag ins Goldene Buch
Die Verdienste von William Farquhar sind weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt und wurden bereits mehrfach hochkarätig ausgezeichnet:
- 2004 mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten
- 2017 mit der Erinnerungsmedaille des Landkreises Augsburg
- 2020 mit der Denkmalschutzmedaille des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst
Mit der Verleihung der Westendorfer Perle in Gold durfte sich William Farquhar nun bereits zum zweiten Mal in das Goldene Buch der Gemeinde Westendorf eintragen.
Vorbildliche Zusammenarbeit und Botschafter der Gemeinde
Mit seinem verantwortungsvollen Wirken, seiner vorbildlichen Eigeninitiative und dem ständigen, fachlich fundierten Austausch mit den staatlichen Partnern der Denkmalpflege hat William Farquhar Maßstäbe gesetzt. Die Verleihung steht somit auch für das exzellente Zusammenspiel zwischen amtlicher und bürgerlicher Bodendenkmalpflege, das weit über die Gemeindegrenzen hinaus Beispielcharakter genießt.
Unbewusst wurde Farquhar über all die Jahre hinweg zu einem geschätzten Botschafter und Repräsentanten der Gemeinde Westendorf. Nun trägt er mit der Westendorfer Perle und dem Gemeindewappen das Symbol seiner Verbundenheit und seiner verdienten Erfolge mit Stolz nach außen.
Die Gemeinde Westendorf gratuliert Herrn William Farquhar ganz herzlich zu dieser wohlverdienten Auszeichnung und dankt ihm für seinen unermüdlichen Einsatz für unsere Heimatgeschichte!

